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Handy erkennt Besitzer am Schütteln (22.04.2009)

Techniker des japanischen Telekom-Unternehmens KDDI haben ein System entwickelt, das Anwender an der Art, wie sie ihr Handy schütteln, identifizieren kann. Dabei werden die Daten, welche der im Mobiltelefon eingebaute Beschleunigungssensor liefert, aufgezeichnet. Eine Software vergleicht die Art des Schüttelns mit den gespeicherten Profilen. Je nach Ähnlichkeit der einzelnen Parameter erkennt das System, ob es sich um den rechtmässigen Benutzer handelt.

Die Identifizierung wird durch eine Reihe von individuellen Charakteristiken möglich. So spielt die Länge der Arme ebenso eine Rolle wie die Muskelstruktur. Dazu kommen charakteristische Bewegungsmuster und die Art, wie das Mobiltelefon in der Hand gehalten wird. Aus diesen Parametern erstellt das Identifikationssystem ein individuelles Bewegungsdiagramm des Benutzers, erläutern die Entwickler von KDDI.

Das Schütteln zu kopieren sei fast unmöglich, sind sich die Techniker sicher. Das Verfahren sei ebenso zuverlässig wie jedes andere momentan existierende biometrische Identifizierungssystem. Die Fehlerrate des Schüttelsensors liege bei vier Prozent. Als Anwendungsbeispiele führen die japanischen Techniker verschlüsselte Ordner an, in denen der Benutzer auf seinem Mobiltelefon sensible Daten ablegt. Lediglich mit der richtigen Schütteltechnik kann wieder auf den Ordner zugegriffen werden. Als weitere Möglichkeit können durch die charakteristische Schüttelbewegung bestimmte Anwendungen gestartet werden.

Ob und wann das System auf den Markt kommt, hängt nicht zuletzt von den Handyherstellern ab, welche momentan noch nicht standardmässig einen Beschleunigungssensor ins Handy einbauen.

Quelle: pte


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