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SMS-Schreiben steigert das Unfallrisiko um ein Vielfaches (28.07.2009)
SMS-Schreiben während der Autofahrt erhöht das Unfallrisiko um ein Vielfaches mehr als bisher angenommen. Laut einer aktuellen US-Studie des Virginia Tech Transportation Institute steigert das Verfassen von Textnachrichten die Gefahr eines Crashs um das Dreiundzwanzigfache und übertrifft damit die meisten anderen Ablenkungen im Auto. Im Zuge der Untersuchung wurden Kabinen von Latswagenfahrern 18 Monate lang mit Videokameras ausgestattet, die genau aufzeichneten, wie sich das SMS-Schreiben auf das Fahrverhalten auswirkten. Erfasst wurden auch die Zeit, die die Fernfahrer auf das Handydisplay anstatt auf die Strasse schauten. Demnach wendeten sich die Fahrzeuglenker in der Regel etwa fünf Sekunden dem Handy zu, bevor es zu einem Unfall oder Beinahe-Unfall kam.
"Verglichen mit anderen Ablenkungsursachen ist das SMS-Schreiben ein eigenes Universum an Gefahr", warnt Studienleiter Rich Hanowski. Auch wenn LKWs länger brauchen, um anzuhalten und etwas unflexibler zu manövrieren sind als PWs, liessen sich die Ergebnisse durchaus auf alle Autofahrer umlegen, so die Forscher. Die Untersuchung ist in dieser Art neu, denn bisher gab es meist nur Schätzungen und Berechnungen aus dem Labor. Aktuelle Umfragen zeigen zudem, dass sich die meisten Fahrer durchaus des Risikos bewusst sind, dass durch das SMS-Schreiben am Steuer entsteht. Dennoch greifen sie zum Handy und beantworten Kurznachrichten.
Quelle: pte
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