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Weissrussische Schuluniform soll vor Handystrahlung schützen (17.08.2009)
Die negative Auswirkungen von Handystrahlung ist nach wie vor nicht nachgewiesen. Die Diskussion rund um die angeblich gefährlichen Wellen geht dennoch weiter. Zudem kommen immer wieder Produkte auf den Markt, mit denen sich besorgte Menschen trotzdem vorsorglich schützen können. In Weissrussland könnten künftig sogar alle Schulkinder abgeschirmt werden, wenn es nach einem ansässigen Textilhersteller geht. In den vergangenen Jahren haben immer wieder Unternehmen versucht, aus der Angst vor der Strahlung Gewinn zu machen.
Die weissrussischen Schuluniformen bieten eine spezielle Tasche für das Handy. Strahlung soll diese Tasche nicht durchdringen, das Kind sei dadurch geschützt. Während die Wirksamkeit der Abschirmung fraglich ist und Kritiker den Sinn der Massnahme anzweifeln, sei es nicht unwahrscheinlich, dass die Schuluniformen bald zum Einsatz kommen. Die Regierung stehe dem Projekt wohlwollend gegenüber.
Schon andere Unternehmen hatten versucht, mit Strahlenschutzkleidung für den Alltag zu punkten. So entwickelte der Schweizer Hersteller ISA Bodywear im Jahr 2007 Männer-Unterwäsche mit eingenähten Silberdrähten die die Genitalien vor potenziell gefährlicher Handystrahlung schützen sollten. Levi's hatte bereits 2002 eine Kollektion von Jeans auf den Markt gebracht, deren Taschen Strahlung abhalten sollten.
Die Wirksamkeit solcher Abschirmungsmassnahmen muss schon deshalb angezweifelt werden, weil das Handy bei wirksamer Abschirmung erst recht stark strahlt, um den Empfang möglichst aufrecht zu erhalten. Damit hebt sich die Schutzwirkung fast auf. Viel wirksamer ist das komplette Ausschalten des Mobiltelefons, als sich vor der Strahlung zu schützen.
Quelle: pte, com2b.ch
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