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Aktuelles
Touchscreens mit Drucksensor (27.01.2010)
Touchscreens stehen unmittelbar vor ihrem nächsten Evolutionssprung. Bereits im April dieses Jahres werden Geräte mit Displays verfügbar sein, die auf die jeweilige Stärke des mit dem Finger ausgeübten Druckes reagieren können. Das hat das britische Technologieunternehmen Peratech angekündigt und seine unter dem Namen Quantum Tunneling Composites (QTC) vermarktete Technologie an den Display-Hersteller Nissha lizenziert.
Das Unternehmen Nissha, das in der Vergangenheit unter anderem für LG und Nintendo produziert hat, darf die Technologie damit ein Jahr lang in kleinen Screens bis 3,5 mal 5,5 Zoll verarbeiten. Bei der von Peratech entwickelten Lösung fungiert ein polymeres Material als isolierender Widerstand zwischen zwei Konduktoren. Bei erhöhtem Druck auf den Touchscreen passt sich das polymere Material an. Durch den verringerten Widerstand wird schliesslich der Austausch von Elektronen mithilfe des sogenannten Tunneleffekts möglich.
"Unsere Technologie ist bahnbrechend für die Entwicklung von echten 3D-Interfaces bei mobilen Geräten. Der Materialaufbau garantiert eine äusserst energieeffiziente Bedienung. Wird der Touchscreen nicht berührt, wird überhaupt keine Energie verbraucht", erklärt das Unternehmen. Das Ausnutzen des quantenmechanischen Tunneleffekts erlaubt dem Unternehmen, die Technologie in einer nur 75 Mikrometer dünnen Schicht umzusetzen, was etwa der Dicke eines menschlichen Haares entspricht.
Durch erweiterte sensitive Displayfähigkeiten kann die Bedienung von Smartphone- und PDA-Screens verbessert werden. "Durch den festeren Druck könnte man beispielsweise tiefer gelegene Dateistrukturen aufrufen oder das Scrollen von Webseiten beschleunigen. Aber auch für die natürlichere Steuerung von Avataren in Spielen oder das Umsetzen von handschriftlichen Zeichen eignet sich die Technologie hervorragend", erklärt Chris Lussey, einer der beiden CEOs von Peratech.
Quelle: pte
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